Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Gewährleistung des Selbstbestimmungsrechts von Kindern im Rahmen der Heilbehandlung

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B244

Referent*innen

- Stefan Niewöhner

Über die Referent*innen:

− Stefan Niewöhner, Assessor iur, Leiter einer Jugendhilfeeinrichtung, Promovend der juristischen Fakultät der Georg-August-Universität zu Göttingen zur Gewährleistung des Selbstbestimmungsrechts von Kindern im Rahmen der Heilbehandlung. Im Rahmen dessen hat er ein Assistenzkonzept entwickelt, das Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, selbstbestimmte Entscheidungen bei sie betreffenden Heilbehandlungen zu treffen.

Form

Workshop

Workshop 1,5-stündig

Thema

Lebensform – Differenzen – Fallkonstruktion: Soziale Arbeit normalisiert

Schlagworte

Partizipation

Wenn Kinder krank werden stellt sich die Frage, wer über die vorzunehmende Behandlung zu entscheiden hat. Die Eltern oder das Kind selbst? Das deutsche Rechtssystem nennt als Eintrittstor für die selbstständige Wahrnehmung des medizinischen Selbstbestimmungsrechts die Einwilligungsfähigkeit, die als Einsichts-, Urteils- und Steuerungsfähigkeit definiert wird. Entwicklungspsychologische Studien mit krankheitsvorerfahrenen Kindern haben gezeigt, dass diese sehr viel früher über diese Fähigkeiten verfügen, als ältere nicht krankheitsvorerfahrene Kinder oder gar Erwachsene.
Im Workshop soll der Beitrag der Sozialen Arbeit zur selbstständigen Wahrnehmung des Kindern bereits zustehenden Grundrechts auf medizinische Selbstbestimmung diskutiert werden.