Schulsozialarbeit - Performanz und Verortung - widersprüchlich oder wertvoll aufeinander abgestimmt?

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 120

Raum: E3

Referent*innen

- Prof. Dr. Florian Baier
- Prof.'in Dr. Anja Reinecke-Terner

Über die Referent*innen:

− Prof. Dr. Florian Baier (Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Basel)
− Prof.'in Dr. Anja Reinecke-Terner (HS Hannover, Fakultät 5, Abteilung Soziale Arbeit)

Form

Workshop

Workshop- Zwei Einzelbeiträge a ca 20 Minuten und daran anschließende Diskussion

Thema

Fachlichkeit – Kooperation – Selbstverständnis: Soziale Arbeit praktiziert

Schlagworte

Professionalität | Schulsozialarbeit

Die Anforderungen an eine wertvolle Fachlichkeit der Schulsozialarbeit sind hoch. So beschreibt Florian Baier einen "Schulsozialarbeitshabitus", dessen Strukturmaxime und Handlungsprinzipien u.a. auf Freiwilligkeit und Partizipation beruht. Diese Performanz findet sich jedoch wenig in einer Schulsozialarbeit wider, die Reinecke-Terner als "Herstellung einer Zwischenbühne" beschreibt. Hier wird deutlich, wie sich ihre Professionalität im Schullalltag vor allem auf ein Handeln im "Zwischen" bezieht, welches zwischen Vorderbühne (Unterricht) und Hinterbühne (Lebensweltliche Bedürfnisse) verortet ist und einen neuen "Raum", eine Bühne erschafft, die kaum Partizipation zulässt und viele Kontrollmechanismen beinhaltet, die wenig freiwillig erscheinen. Dennoch ist die normative Forderung an einen "Schulsozialarbeitshabitus" ein zentraler Richtungshinweis, den sich Schulsozialarbeit stellen muss. Im Workshop sollen beide Konzepte kurz vorgestellt werden und miteinander in Bezug gesetzt werden. Dies geschieht u.a. durch kurze Beobachtungsprotokolle, die entsprechend neu reflektiert und in diesem Kontext ausgewertet werden. Ziel ist es, gemeinsam Vorschläge zu entwickeln, wie trotz des stetigen Handelns im "Zwischen" eine professionelle Haltung eingenommen werden kann.