Interessenpolitik in Care-Berufen – Voraussetzungen kollektiver Sorgekämpfe und gesellschaftspolitische Handlungsperspektiven am Beispiel der Care Revolution

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B1

Referent*innen

- Katja Schmidt M.A.
- Prof.in Dr. Gabriele Winker

Über die Referent*innen:

− Katja Schmidt M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin im bayerischen Forschungsverbund ForGenderCare, Teilprojekt "Arbeitsbedingungen und Interessenvertretung von Pflegekräften in Bayern", Lehrbeauftragte an der OTH Regensburg, Promovendin Uni Vechta
− Prof.in Dr. Gabriele Winker forscht und lehrt an der TU Hamburg, Fachbereich Arbeit-Gender-Technik, Autorin der „Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft“, Mit-Begründerin des Netzwerks Care Revolution und des Feministischen Instituts Hamburg

Form

Panel

Panel mit Vortrag und Diskussion

Thema

Programmatiken – Neuregulierung – demokratische Beteiligung: Soziale Arbeit politisch

Schlagworte

Arbeitsbedingungen | Care-Arbeit

Die Ökonomisierung des Sozialen und die Vergeschlechtlichung von bezahlter und unbezahlter Care-Tätigkeiten stellen den Ausgangspunkt des Panels dar. Angesichts veränderter gesellschaftlicher Notwendigkeiten zur Gestaltung von Care-Arbeit sind die Fragen, „wer kümmert sich um wen, warum und unter welchen Bedingungen“ von zentraler Bedeutung. Auf Grundlage qualitativer Interviews mit Pflegekräften werden zunächst die Voraussetzungen und Machtressourcen kollektiver Sorgekämpfe exemplarisch beleuchtet. In Anbetracht der gegenwärtigen (care-)politischen Regulierungsdefizite bedarf es, so unsere These, neben arbeitspolitischen Veränderungen weitere AkteurInnen und Strategien zur Transformation gesellschaftlicher Care-Bedingungen. Darauf aufbauend werden anhand des Netzwerks Care Revolution praktische Vernetzungsansätze und politische Handlungsperspektiven beleuchtet.