Gegen das Schwinden des Sozialen in der Sozialen Arbeit

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: B3

Referent*innen

- Sieglinde Friess
- Lea Degner
- Timm Kunstreich
- Marion Panitzsch-Wiebe
- Elke Alsago

Über die Referent*innen:

− Sieglinde Friess, Lea Degner (verdi Hamburg)
− Timm Kunstreich (Ev. Hochschule Hamburg)
− Marion Panitzsch- Wiebe (HAW Hamburg)
− Elke Alsago (verdi Bundesverwaltung)

Form

Workshop

Workshop 1,5-stündig

Thema

Solidarität – Gerechtigkeit – Emanzipation: Soziale Arbeit mischt sich ein

Schlagworte

Soziale Arbeit und Ethik | Politik | Soziale Bewegungen

Wird das Soziale als die Fähigkeit von Menschen verstanden, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam etwas zu schaffen, was ein Mensch alleine nie könnte (nach Hannah Arendt), dann erleben wir seit einiger Zeit den neoliberalen Versuch, diese Besonderheit menschlichen Zusammenlebens auf einen konkurrenz-basierten Individualismus zusammen zu „pressen“. In fast allen Medien und von der großen Mehrzahl der politisch Verantwortlichen wird dieser Trend so dargestellt, als ob es dazu keine Alternativen gäbe. Hierbei dominieren vier eng miteinander verwobene sozialpolitische Strategien: Vereinzelung, Ökonomisierung, Bürokratisierung und Ausschließung, die das Soziale untergraben, entwerten und am liebsten verabschieden würden. Sie sollen das Soziale zum Schwinden bringen, denn es hindert die Umverteilung von oben nach unten, es hindert eine gerechte Daseinsvorsorge für alle Lebenssituationen. In Hamburg fand im April eine sozialpolitische Konferenz statt, auf der eine Resolution diskutiert wurde. Diese wollen wir vorstellen, diskutieren und in die bundesweite Diskussion bringen. Wir freuen uns auf alle, die unser Anliegen unterstützen.