Soziale Arbeit und die Herausforderung des Theorie-Praxis-Transfers. Impulse aus Theorie, Empirie und Praxis als Beiträge zur Diskussion von Gelingensbedingungen der Vermittlung von Theorie und Praxis

Datum u. Ort

07.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 120

Raum: E3

Referent*innen

- Werner Thole
- Ina Kaul
- Desirée Schmidt
- Heike Grumz
- Markus Sauerwein
- Julian Sehmer
- Benedikt Sturzenhecker

Über die Referent*innen:

− Werner Thole (Universität Kassel): Kernfragen und Herausforderungen des Theorie-Praxis-Transfers. Eine Hinführung.
− Ina Kaul und Desirée Schmidt (Evangelisches Fröbelseminar, Kassel): Der Beitrag von Didaktik und Ausbildung
− Heike Gumz (Universität Kassel): Implikationen und Konsequenzen unterschiedlicher Perspektiven von Profession und Disziplin Sozialer Arbeit im Kontext von Bildungslandschaften
− Markus Sauerwein (DIPF, Frankfurt am Main): Erfahrungen und Perspektiven aus einem Transferprojekt der Schulentwicklungsforschung
− Julian Sehmer (Universität Kassel): Theoretische Implikationen und empirische Einblicke zum Theorie-Praxis-Transfer im Kinderschutz
− Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg): eine kritische Kommentierung der aufgeworfenen Perspektiven
− Moderation: Julian Sehmer & Werner Thole

Form

Symposium

Symposium 1,5-stündig

Thema

Bildung – Qualifizierung – Wissensproduktion: Soziale Arbeit lernt

Schlagworte

Theorie-Praxis-Transfer | Professionalität

Soziale Arbeit ist als Handlungswissenschaft in besonderer Weise gefordert, theoretisches Wissen, empirische Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zu transformieren und zu relationieren, um professionelle Hilfen anbieten zu können. Die in den verschiedenen Handlungsfeldern tätigen Fachkräfte gehen komplexe professionelle Beziehungen mit den Adressat_innen ein und tragen damit Verantwortung für diejenigen Menschen, die aufgrund unterschiedlichster Problemlagen stigmatisiert und an den Rand gedrängt wurden oder unmittelbar von Exklusion bedroht sind. Nur in der fachlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und individuellen Problemlagen sowie in professionellen, anerkennenden Beziehungen kann es gelingen, die Adressat_innen als autonom Handelnde zu bemächtigen und Teilhabe zu befördern. Die Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte bewegt sich dabei zwischen einer zum Teil hohen Diffusität und Komplexität der individuellen Problemlagen und der Pluralität der Problemstellungen bezogen auf alle Lebensalter. Das anspruchsvolle politische Mandat der Sozialen Arbeit ist zudem situiert im Kontext eines gesellschaftlichen Modernisierungsprozesses. Um die für diesen Auftrag notwendige souveräne sozialpädagogische Expertise zu entwickeln, sind Prozesse der Auseinandersetzung zwischen professionellem Handlungs- und Erfahrungswissen sowie theoretisch-empirischen Wissensbeständen notwendig. Wissenschaftlich ausgewiesenes Wissen kann dabei nicht generell beanspruchen, praxisrelevant zu sein und per se die Lösungen vorrätig zu halten, die die Praxis zur Bewältigung der jeweils anstehenden Herausforderungen bedarf. Erfolgreiche Transferprozesse von Wissen setzen daher eine fall- und feldbezogene Relationierung des von der Wissenschaft wie von der Praxis aufgerufenen Wissens voraus. Wie Theorie, Empirie und Praxis so zusammenwirken können, dass gemeinsame Beiträge zur Professionalisierung Sozialer Arbeit gelingen, soll die Kernfrage dieses Symposiums sein. Angeregt durch kurze Impulse aus Theorie, Empirie und Praxis soll diskutiert werden, unter welchen Bedingungen Schwierigkeiten des Theorie-Praxis-Transfers bewältigt und Möglichkeiten der Professionalisierung genutzt werden können. Werner Thole (Universität Kassel): Kernfragen und Herausforderungen des Theorie-Praxis-Transfers. Eine Hinführung. Ina Kaul und Desirée Schmidt (Evangelisches Fröbelseminar, Kassel): Der Beitrag von Didaktik und Ausbildung Heike Gumz (Universität Kassel): Implikationen und Konsequenzen unterschiedlicher Perspektiven von Profession und Disziplin Sozialer Arbeit im Kontext von Bildungslandschaften. Markus Sauerwein (DIPF, Frankfurt am Main): Erfahrungen und Perspektiven aus einem Transferprojekt der Schulentwicklungsforschung. Julian Sehmer (Universität Kassel): Theoretische Implikationen und empirische Einblicke zum Theorie-Praxis-Transfer im Kinderschutz. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg): eine kritische Kommentierung der aufgeworfenen Perspektiven. Moderation: Julian Sehmer & Werner Thole.