Soziale Arbeit und die „Neue“ Rechte

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 120

Raum: E3

Referent*innen

- Jerome Trebing

Über die Referent*innen:

− Jerome Trebing

Form

Vortrag

Vortrag 1,5-stündig

Thema

Fachlichkeit – Kooperation – Selbstverständnis: Soziale Arbeit praktiziert

Schlagworte

Europa | Rechtsextremismus

Faschistische Sozialarbeit? Wie die extreme Rechte versucht den sozialen Raum zu erobern. Seit Jahren baut die europaweit agierende extrem rechte Gruppierung "Identitäre Bewegung“ an eigenen Strukturen, um jugendlichen AdressatInnen ein breites Angebot an soziokulturellen Aktivitäten anbieten zu können. „Wir sind patriotische Streetworker“ mit dem Ziel einer „patriotischen Erziehung der Jugend“, wird dabei verlautbart. Vorbild dürfte hierbei die neofaschistische italienische Gruppe „Casa Pound“ sein, die zahlreiche Stadtteilzentren unterhält und sich in größeren Städten als SozialarbeiterInnen – zum Beispiel in der aufsuchenden Jugend- sowie der Communityarbeit - betätigt. Der Vortrag wird einen, in der bisherigen Auseinandersetzung mit neueren extrem rechten Gruppierungen, eher marginalisierten Punkt aufgreifen: Die konkreten Manifestationen dieser Ideologie in der reaktionären Besetzung sozialen und kulturellen Raumes. Hierfür werden die Zugriffe von extrem rechten Organisationen auf das Feld und Handlungsstrategien der Offenen Jugendarbeit exemplarisch anhand verschiedener europäischer Gruppen vorgestellt, analysiert und in den Vergleich gesetzt.