Einzelbeitragsforum zum Studium der Sozialen Arbeit

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B200

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Manuela Westphal
- Dr. Sina Motzek-Öz
- Christine Jahn

Über die Referent*innen:

1. Einzelbeitrag
− Prof.'in Dr. Manuela Westphal (Univ. Kassel)
− Dr. Sina Motzek-Öz (Univ. Kassel)

2. Einzelbeitrag
− Christine Jahn (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Wolfenbüttel), Doktorandin (TU Braunschweig): Empirische Längsschnittforschung zur Ausbildung und Qualifikation von Studierenden der Sozialen Arbeit

Form

Einzelbeitragsforum

Einzelbeitragsforum

Thema

Bildung – Qualifizierung – Wissensproduktion: Soziale Arbeit lernt

Schlagworte

Flucht/Asyl | Hochschulbildung

1. Einzelbeitrag - Westphal/Motzek-Öz
Professionelles Handeln in der Migrationsgesellschaft – Erkundungen eines Reflexionsmodells am Übergang Studium-Beruf:
Trotz der gestiegenen Aufmerksamkeit für Migration/Flucht und Interkulturalität und dem damit einhergehenden Auftrag an die Soziale Arbeit im Kontext von Integration und Teilhabe sind die Themen weiterhin oft nicht verpflichtender Teil der Studiengänge der Sozialen Arbeit. Mehr und auch weniger interessierte Studierende sammeln häufig in Praxisphasen die ersten Erfahrungen mit professionellem Handeln in von Migration und Flucht geprägten Situationen. Teilweise kommt es hier zu individualisierend-psychologisierenden sowie kulturalisierenden Deutungen. Insbesondere dem Übergang vom Studium in die berufliche Tätigkeit kommt für die Entwicklung von Professionalität eine immense Bedeutung zu. Im Fokus des Beitrags steht die Frage, welche Erklärungsressourcen AnerkennungspraktikantInnen zur Deutung von professionellen Handlungssituationen hinzuziehen, die im Kontext von Migration/Flucht und Interkulturalität stattfinden. Es soll weiterhin gezeigt werden, wie sich ihre Reflexionen zu Migration, Flucht und Interkulturalität im Rahmen der sogenannten Flüchtlingskrise verändern. Es wird dazu eine Analyse von 24 Praxisberichten herangezogen, die zwischen 2015 und 2017 im Rahmen des Anerkennungspraktikums verfasst wurden. Aufbauend auf dem Reflexionsmodell der Schlüsselsituationen (Tov/Kunz/Stämpfli 2013) wird diskutiert, wie studentische Auseinandersetzungen mit professionellem Handeln in der Migrationsgesellschaft angeregt und gelenkt werden können.

2. Einzelbeitrag - Jahn
Studieren und arbeiten, arbeiten und studieren – das Studierendenverhalten im Studiengang Soziale Arbeit:
Die Studierenden erlangen durch das Studium die professionelle Kompetenz, um in sozialarbeiterischen Berufsfeldern zu handeln. Dazu gehört auch, dass die Studierenden das benötigte theoretische und praktische Fachwissen für ihr jeweiliges Handlungsfeld entwickeln. Anhand des Person-Gegenstands-Bezugs (Krapp, 1992) und der Subdimensionen der extrinsischen Motivation (Schiefele, 2000) wird das generelle Studieninteresse und die Motivation der Studierenden zum Lernen im Studium sowie der Aktivitäten neben dem Studium erörtert. Parallel wird mit den Subdimensionen der Studienzufriedenheit (Schiefele, 2006) die Zufriedenheit der Studierenden mit den Studieninhalten, den Studienbedingungen und den Studienbelastungen (Arbeit neben dem Studium) aufgezeigt. Die Wissensgrundlagen Sozialer Arbeit eignen sich die Studierenden i.d.R. durch den Einbezug von Informationsverarbeitungsstrategien (Schiefele, 1994) an. Eine zusätzliche Betrachtung der Anwendung von unterschiedlichen Lernstilen im Studienverlauf soll Aufschluss darüber geben, ob Studierende mit unterschiedlichen Bildungsprofilen differenziert lernen.