Diskurse über die Kinderperspektive in der schwedischen Sozialen Arbeit

Datum u. Ort

06.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: C222

Referent*innen

- Dr. Sylwia Koziel

Über die Referent*innen:

− Dr. Sylwia Koziel, Södertörns University Stockholm

Form

Workshop

Workshop 1,5-stündig

Thema

Programmatiken – Neuregulierung – demokratische Beteiligung: Soziale Arbeit politisch

Schlagworte

Partizipation

Nach der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1990 lässt sich eine zunehmende öffentliche Debatte bezüglich Kinderrechten und Partizipation von Kindern beobachten. In Schweden hat sich in diesem Kontext der Begriff der „Kinderperspektive“ in der Sozialen Arbeit durchgesetzt. Die Forderung an die Soziale Arbeit, Kindern eine Stimme zu geben und sie an Entscheidungsprozessen zu beteiligen erfreut sich zwar großer Resonanz, gleichzeitig zeigen internationale Forschungsergebnisse, dass die Beteiligung von Kindern in der Praxis nur schwer durchzusetzen ist (vgl. Gallagher et al 2012; Healy & Darlington 2009). Die Schwierigkeiten haben unter anderem damit zu tun, dass Uneinigkeit darüber besteht, was Partizipation und die Perspektive der Kinder beinhalten und wie diese auszudeuten sind (vgl. Cederbord 2012; Gallagher et al 2012; Healy & Darlington 2009). In diesem Zusammenhang zielt der Workshop darauf, die unterschiedlichen Deutungen und Interpretationen dieser Konzepte aus der international vergleichenden Perspektive zu untersuchen und zu diskutieren. Ausgangspunkt dazu bieten die Ergebnisse einer Diskursanalyse, bei der Berichte des Swedish National Board of Health and Welfare analysiert wurden. Welche Ideen und Richtlinien über die Kinderperspektive werden von politischen Institutionen an Professionelle vermittelt? Bezugnehmend auf den Themenblock werden in diesem Workshop Programmatiken, die auf die Soziale Arbeit abzielen, beleuchtet, samt den Konsequenzen, die für die Beteiligung der Kinder daraus folgen.