Digitalisierung der Hochschulbildung und die Perspektive Sozialer Arbeit: Möglichkeitsräume und Barrieren für Bildungsprozessese

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: E2

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Verena Ketter
- Josephina Schmitd M.A.
- Athanasios Tsirikiotis M.A.

Über die Referent*innen:

Gemeinsamer Hauptvortrag mit Diskussion der drei Referent*innen:
- Prof.'in Dr. Verena Ketter (Professorin für Medien in der Sozialen Arbeit, Hochschule Esslingen, Projektleitung DISTELL)
- Josephina Schmidt M.A. (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Hochschule Esslingen, Lehrbeauftragte)
- Athanasios Tsirikiotis M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschule Esslingen, Lehrbeauftragter)

Form

Workshop

Workshop 1,5-stündig

Thema

Bildung – Qualifizierung – Wissensproduktion: Soziale Arbeit lernt

Schlagworte

Digitalisierung | Bildung | Hochschulbildung

Verbunden mit Digitalisierung als gesamtgesellschaftlichem „Metaprozess“ (Krotz 2007) ist die Diskussion um Bildung und deren Ausgestaltung an Hochschulen. Dies betrifft damit unmittelbar Bildungsprozesse angehender Sozialarbeiter*innen, die Wissensproduktion forschender Sozialarbeiter*innen und die Gestaltung von Qualifizierungsmaßnahmen für praktizierende Sozialarbeiter*innen. In den Diskursen um Digitalisierung der Bildung wird das Soziale häufig methodisch verkürzt und auf dessen bloße Funktion bei der Vermittlung von Inhalten diskutiert. Ebenfalls wird Digitalisierung auf den Aspekt der Rationalisierung von personellen und räumlichen Ressourcen verhandelt und die technologischen Möglichkeiten für Bildungsprozesse von Einzelnen und Gruppen de-thematisiert. Daher möchten wir in unserem Workshop die Ergebnisse unseres Forschungsprojekts „DISTELL- Digitalisierungsstrategie für effektives Lehren und Lernen“ (von 2016-2018 gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Förderprogramm „Digital Innovations for Smart Teaching - Better Learning“) vorstellen und mit den Anwesenden diskutieren. Hier wird ein rekonstruktiver, sozialwissenschaftlicher Blick auf die Digitalisierung der Hochschulbildung gerichtet, bei dem autonome Bildungsprozesse und der Diskurs um Bildungsgerechtigkeit im Vordergrund stehen. Neben einem kurzen Überblick zum Forschungsdesign werden im Workshop die Rekonstruktion verschiedener Orientierungsmuster zu digitaler Hochschulbildung der Akteure an Hochschulen (Studierende, Lehrende, Organisation), die aus sozialwissenschaftlicher Perspektive notwendigen Reflexionen der Biografien der Hochschulakteure sowie der gesellschaftlichen Verhältnisse und Schlussfolgerungen für die Ermöglichung von Bildungsprozessen mit digitalen Lernelementen und Lehrformaten vorgestellt. Anschließend wird ausreichend Raum für die Diskussion der Ergebnisse, die Erfahrungen der Anwesenden und in Form einer interaktiven Gruppenmethode eine Rückkopplung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in den Lehr- und Lernalltag von Sozialarbeiter*innen eröffnet.