Inklusion – herausgeforderte Kinder- und Jugendhilfe?

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B400

Referent*innen

- Dr. Nina Thieme
- Benedikt Hopmann

Über die Referent*innen:

− Dr. Nina Thieme, Universität Kassel, FB 01, Institut für Sozialwesen: Inklusion als (neuer) Leitbegriff der Kinder- und Jugendhilfe? – Kritische Reflexionen
− Benedikt Hopmann, Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft: SGB VIII-Reform – Zur Inklusivität einer aktuellen Debatte

Form

Workshop

Workshop 1,5-stündig mit zwei Beiträgen

Thema

Fachlichkeit – Kooperation – Selbstverständnis: Soziale Arbeit praktiziert

Schlagworte

Inklusion | Kinder- und Jugendhilfe

In diesem Workshop soll Inklusion als Herausforderung für die Kinder- und Jugendhilfe konturiert und mit Blick auf einen aktuellen inklusiven Schauplatz, die Hilfen zur Erziehung, exemplifiziert werden. Obgleich „Inklusion“ und „Exklusion“, vor allem als Bezugspunkte (system)theoretischer Fundierungsversuche Sozialer Arbeit, bereits seit längerem zum begrifflichen Repertoire disziplinärer Auseinandersetzung gehören, ist „Inklusion“ seit dem Einsetzen der Debatte um eine Große bzw. Inklusive Lösung im Rahmen der Reform des SGB VIII zur neuen Losung der Kinder- und Jugendhilfe avanciert. Die Verwendung dieses (neuen) Leitbegriffs im diskursiven Mainstream fokussierend, werden diesbezüglich im ersten Beitrag des Workshops vor allem begriffs- und gerechtigkeitstheoretische Einwände zur Diskussion gestellt. Der zweite Beitrag setzt konkret an dem im Rahmen der SGB-VIII-Reform forcierten Vorhaben einer Großen bzw. Inklusiven Lösung an, das zuletzt seit 2016 vermehrt durch PowerPoint-Foliensätze und Gesetzesentwürfe maßgeblich aufgrund der intransparenten Verfahrensweise und der äußerst kontroversen Debatten in den Fokus gerückt zu sein scheint. Diskutiert werden u.a. folgende Fragen: Wie stellt sich die Debatte aktuell mit Beginn der neuen Legislaturperiode dar? Was ist von der ‚Inklusivität‘ des Reformvorhabens geblieben und was kann Inklusion für die Kinder- und Jugendhilfe mit Blick auf das maßgeblich im Fokus stehende Handlungsfeld der Hilfen zur Erziehung (zukünftig) überhaupt bedeuten?