Wie gelingt guter Kinderschutz? Perspektiven von Theorie und Praxis auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen in pädagogischen Settings und Hilfesystemen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E4

Referent*innen

- Fabian Brückner
- Prof. Dr. Michael Böwer
- Stefan Heinitz
- Dr. Monika Weber

Über die Referent*innen:

− Fabian Brückner, Hannover
− Prof. Dr. Michael Böwer, Kath. Hochschule NRW, DGSA, Paderborn
− Stefan Heinitz, BAG Die Kinderschutz-Zentren, Köln
− Dr. Monika Weber, Landesjugendamt Westfalen-Lippe, Münster (Moderation)

Form

Workshop

Workshop 1,5-stündig Drei exemplarische sp. Innovationen im Kinderschutz werden vorgestellt, disktutiert und kritisch betrachtet anhand von Leitfragen und im Hinblick auf dahinter stehende Implikationen und avisierte Effekte für die Gestaltung und den Wert des Sozialen am Beispiel des Kinderschutzes.

Thema

Planung – Steuerung – Kontrolle: Soziale Arbeit verwaltet

Schlagworte

Kinder- und Jugendschutz | Professionalität

Schutz und Hilfe für einen gelingenderen Alltag – dies sind zwei Seiten Sozialer Arbeit, von der das Fach behauptet: das ist professioneller Kinderschutz. Doch wer näher mit Alltagspraxis in Jugendämtern und in den Hilfen zur Erziehung vor Ort vertraut ist, weiß: Oft gelingt das nicht. Fernab jeder Öffentlichkeit streiten Gerichte, Anwält_innen, leibliche und soziale Eltern ums Kindeswohl. Fachkräfte sind alltäglich vielfältig herausgefordert und nehmen, wie Studien zeigen, Kinder lieber ‚präventiv‘ in Obhut – groß ist die Sorge, Fehleinschätzungen zu treffen. Nicht selten wird übereilt gehandelt; die Perspektive der Kinder/Jugendlichen selbst ist kaum im Blick. Organisationen agieren oft verzögert oder gar aktionistisch, wenn im Hilfesetting ein Kind zu Schaden kommt. Doch Kinder und Jugendliche und ihre Eltern haben ein Recht auf professionelle Hilfe – Profis ihrerseits suchen nach Wegen, wie Kinderschutz gelingen kann. Der Workshop will entlang einer Linie neuerer fachlicher Innovationen, u.a. der sog. „Insoweit erfahrenen Fachkraft“, der „Institutionellen Schutzkonzepte“ und des „MindSet Achtsames Organisieren“ aktuelle Ansätze und Wege kritisch diskutieren, die von sich aktuell behaupten, eine Rückenstärkung für ‚gute‘ Kinderschutzpraxis sein zu können (vgl. Böwer/Kotthaus 2018).