Zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmungen Sozialer Arbeit - Ein Annährungsversuch anhand empirischer Beispiele

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Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B238

Referent*innen

- Sophie Phries Künstler
- Deborah Nägler
- Nils Klevermann

Über die Referent*innen:

− Sophie Phries Künstler (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - Philosophische Fakultät III Erziehungswissenschaften): "Die Art von Sozialpädagogen mit der ich sowieso noch nie klar gekommen bin" - Die (Re-)Produktion Sozialer Arbeit im Kontext der Aussagen prekärer junger Mutterschaft
− Deborah Nägler (Universität Tübingen - Graduiertenkolleg Doing Transitions - Fachbereich Erziehungswissenschaft): Individuelle Erfahrungen und strukturelle Bedingungen - Reflexion der Wechselwirksamkeiten sozialpädagogischer Arbeit mit Kindern in strukturell belasteten Kontexten
− Nils Klevermann (Universität Tübingen - Graduiertenkolleg Doing Transitions - Fachbereich Erziehungswissenschaft): "Die möchten etwas verkaufen, aber sonst tragen sie nicht viel bei." - Adressierungen von Migrant*innenorganisationen als Orte Sozialer Arbeit
− Moderation: Sophie Phries Künstler, Deborah Nägler und Nils Klevermann

Form

Workshop, Diskussion

Workshop 1,5-stündig - drei Einzelbeiträge á 15 Minuten und anschließend verbindende Diskussion

Thema

Fachlichkeit – Kooperation – Selbstverständnis: Soziale Arbeit praktiziert

Schlagworte

Fachliche Kooperation | Professionalität

Wie bereits die Ankündigung des Bundeskongresses herausstellt, gibt es auf die Frage, was genau Ziel und Wert Sozialer Arbeit sind, keine zeit- und kontextunabhängigen, generalisierbaren Antworten. Vielmehr muss in der Praxis immer wieder verhandelt werden, was Soziale Arbeit eigentlich soll, worauf sie zielt und was sie im konkreten Fall sein kann. Dies geschieht aus unterschiedlichen Perspektiven und auf unterschiedlichen Ebenen. Ziel und Wert Sozialer Arbeit bestimmen sich in der offenen Kinder- und Jugendarbeit anders als in sog. Migrant*innenorganisationen oder in Maßnahmen zur Aktivierung in den Arbeitsmarkt. So lassen sich einerseits verschiedene Akteur*innen-Gruppen ausmachen, die je eigene – sich widerstreitende – Antworten auf diese Frage geben. Auch aufgrund der Logiken unterschiedlicher Handlungsfelder werden diese Antworten heterogen ausfallen. Auf der anderen Seite ist aber zu fragen, inwieweit vor dem Hintergrund dieser Heterogenität die Frage nach grundlegenden Momenten und einem geteilten Selbstverständnis Sozialer Arbeit Sinn macht (bzw. sinnvoll zu stellen ist). Dies berührt womöglich auch die Frage danach, wie sich Fachlichkeit und Kooperation innerhalb der Sozialen Arbeit als Konzepte herstellen und wie sie hergestellt werden. In kritischer Auseinandersetzung mit der Betrachtung von Selbst- und Fremdwahrnehmung in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit ist es Ziel des Workshops, eine gemeinsame Diskussion und Austausch über das Ziel, die Bedingungen und den Wert Sozialer Arbeit anzuregen. Ausgehend von der beispielhaften Analyse von unterschiedlichen empirischen Materialien aus der pädagogischen Praxis Sozialer Arbeit soll es um die Erörterung der Frage gehen, welche Vorstellungen Professionelle sowie Klient*innen Sozialer Arbeit und (sozial-) staatliche Institutionen von deren Bestimmung haben und was dies für die Soziale Arbeit bedeutet. Wie wird Fachlichkeit und Kooperation innerhalb Sozialer Arbeit durch verschiedene Akteur*innen hergestellt? Was verstehen die unterschiedlichen Akteur*innen unter (guter) Sozialer Arbeit? Was sind kontextgebundene und was sind kontextübergreifende Aspekte ihrer Erbringung und Erbringbarkeit? Und welche Fremd- und Selbstverständnisse existieren bzw. werden jeweils an Soziale Arbeit angelegt?

Zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmungen Sozialer Arbeit - Ein Annährungsversuch anhand empirischer Beispiele | Bundeskongress Soziale Arbeit 2018

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Kontakt:
Lena-Elisa Menkhaus
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