Voraussetzungen für eine gelingende Kooperation zwischen außerschulischer politischer Bildung und sozialen Institutionen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B242

Referent*innen

- Dipl.-Soz.Päd. Sabine Beinlich

Über die Referent*innen:

− Sabine Beinlich, Dipl. Soz. Pädagogin und Lehrbeauftragte FH Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen. Bildungsreferentin Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB|VHS

Form

Vortrag, Diskussion

Fachbeitrag - Diskussion - Austausch, 1,5 Stunden

Thema

Programmatiken – Neuregulierung – demokratische Beteiligung: Soziale Arbeit politisch

Schlagworte

Prävention | Gewalt | Bildung

Über die Notwendigkeit der Durchführung von Maßnahmen zur Vermittlung sozialer und interkultureller Kompetenzen, zur Förderung des konstruktiven Umgangs mit Konfliktsituationen sowie zur Prävention von Gewalt besteht bei allen Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe/Jugendberufshilfe, für die Arbeit und Leben Bielefeld e.V. in diesem Bereich Ansprechpartner ist, Konsens. Ungelöste Konflikte und gewaltförmiges Verhalten belasten, neben anderen Problemlagen, das Zusammenleben und -arbeiten innerhalb der Institutionen und gefährden nicht zuletzt auch die schulische und berufliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Viele Schulen und Einrichtungen der Jugendberufshilfe können ihrem Bildungsauftrag nur gerecht werden, wenn sie u.a. auch Maßnahmen zur Gewaltprävention/Konfliktregelung/Rassismusprävention durchführen. In der Praxis haben sich in den vergangenen Jahren vielfältige und erfolgversprechende Ansätze und Modelle etabliert. Diese Fülle von Angeboten führt aber gleichzeitig auch zu einer Unüberschaubarkeit und viele dieser Ansätze und Methoden stehen häufig unverbunden nebeneinander und werfen für die jeweilige Institution, die eine Maßnahme durchführen möchte, verschiedene Fragen auf: Welcher Ansatz ist für die individuelle Situation der Einrichtung/Institution der richtige? Wie viele Ressourcen (Zeit, Geld, personelle Ressourcen) müssen aufgebracht werden? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig für die Durchführung von speziellen Maßnahmen? Wo finde ich kompetente Ansprechpartner? Wie wirken die jeweiligen Programme/Ansätze? Darüber hinaus bieten viele Praxisansätze keine differenzierte Situations- und Problemanalyse, so dass die Auswahl doch nicht selten anhand der Kriterien „möglichst kostengünstig“ / „möglichst zeitsparend und ohne großen Aufwand für die Einrichtung/Institution“ erfolgt. Nicht zuletzt werden dann auch Maßnahmen ergriffen, die am „Symptomträger“ (Kinder und Jugendliche) ansetzen, aber weitere Einflussfaktoren unberücksichtigt lassen. Arbeit und Leben Bielefeld e.V. ist seit mehr als 10 Jahren auf unterschiedlichen Ebenen im Bereich der Gewaltprävention und der politischen Jugendbildung aktiv. In dieser Zeit wurden zahlreiche Seminar- und Workshop-Konzepte zu verschiedenen Themen entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Zielgruppen waren und sind hier Schüler und Schülerinnen aller Schulformen, Auszubildende, Jugendliche in Berufsvorbereitungsmaßnahmen, Lehrkräfte, MultiplikatorInnen, Fachkräfte in der Jugendarbeit und Studierende. In diesem Fachbeitrag soll es darum gehen zu reflektieren, was es braucht, um eine gelingende Kooperation mit sozialen Institutionen zu schaffen aus Sicht eines außerschulischen Bildungsträgers. Ein reger Ausstausch und angeregte Diskussion ist ausdrücklich gewünscht.