Qualitätsentwicklung Früher Hilfen vor Ort: Vorstellung des NZFH-Praxisprojekts „Kommunale Qualitätsdialoge Frühe Hilfen“

Datum u. Ort

06.09.2018 - 15:15 bis 16:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B242

Referent*innen

- Till Hoffmann
- Nadine Keller
- Kristin Caumanns
- Erik Schäffer
- Christina Heß

Über die Referent*innen:

− Till Hoffmann (Wissenschaftlicher Referent im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bereichskoordination Qualitätsentwicklung)

− Nadine Keller (Wissenschaftliche Referentin im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bereich Qualitätsentwicklung)

− Kristin Caumanns (Wissenschaftliche Referentin im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bereich Qualitätsentwicklung)

− Erik Schäffer (Geschäftsführer, Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung GmbH)

− Christina Heß (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung GmbH)

Die Beiträge werden gemeinsam vorgestellt.
Arbeitstitel:
Titel 1: Recherche zu Qualitätsentwicklungsansätzen in kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen
Titel 2: Qualitätsentwicklung in der Praxis unterstützen – Kommunale Qualitätsdialoge Frühe Hilfen

Form

Workshop

Geplant ist ein 1,5stündiger Workshop, der in drei Blöcken durchgeführt werden soll: Im ersten Abschnitt werden Ergebnisse aus einer Kommunalrecherche des NZFH zum Thema „Qualitätsentwicklungsansätze in kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ vorgestellt. Anschließend wird im zweiten Abschnitt das NZFH-Projekt: Qualitätsentwicklung in der Praxis unterstützen: Kommunale Qualitätsdialoge Frühe Hilfen“ vorgestellt. Mithilfe von zwei bis drei Leitfragen zum Thema „Qualitätsentwicklung Früher Hilfen“ sollen die vorgestellten Inhalte abschließend mit den Workshop-Teilnehmenden kritisch diskutiert werden.

Thema

Bildung – Qualifizierung – Wissensproduktion: Soziale Arbeit lernt

Schlagworte

Frühe Hilfen | Empirie

Frühe Hilfen bilden lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren. Sie zielen darauf ab, nachhaltig Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familien und in der Gesellschaft frühzeitig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung leisten Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern. Damit tragen Frühe Hilfen maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe. Frühe Hilfen sind im Spektrum staatlicher Leistungen für Kinder und Familien ein komplexes, systemverbindendes und relativ neues Handlungsfeld. Nach dem flächendeckenden Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen – und ihrer dauerhaften Verstetigung durch die am 1. Oktober 2017 in Kraft getretene Bundesstiftung Frühe Hilfen – gehört die qualitätsgesicherte Weiterentwicklung von Strukturen zu den wichtigsten Herausforderungen. Für diese Weiterentwicklung der Frühen Hilfen vor Ort braucht es sowohl Bedarfs- und Bestandsanalysen als auch Steuerungsansätze, die alle relevanten Akteure und die Zivilgesellschaft in den Prozess der Konzeption und Qualitätsentwicklung einbeziehen. Einen Ansatz hierfür liefert der Qualitätsrahmen Frühe Hilfen (NZFH 2016, abrufbar unter www.fruehehilfen.de), der vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und dem NZFH-Beirat erarbeitet wurde. Er ist ein Instrument zur Beschreibung von Qualität Früher Hilfen innerhalb der konkreten lokalen bzw. regionalen Gegebenheiten. Hierzu benennt er neun relevante Dimensionen von Qualität, die dazu einladen, die örtlichen Strukturen und den aktuellen Stand Früher Hilfen auf lokaler Ebene zu bewerten, zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Vor diesem Hintergrund werden in dem Workshop vorgestellt: 1) Ergebnisse einer Recherche des NZFH zu der Frage, wie kommunale Netzwerke Frühe Hilfen derzeit Qualitätsentwicklung umsetzen. 2) Die Ergebnisse aus dieser Recherche fließen in das NZFH-Projekt „Qualitätsentwicklung in der Praxis unterstützen: Kommunale Qualitätsdialoge Frühe Hilfen“ ein. Mit den „Kommunalen Qualitätsdialogen“ möchte das NZFH zur Verbesserung der Qualität in den Frühen Hilfen vor Ort beitragen. Kommunale Akteure sind eingeladen, in einen fachlich begleiteten und partizipativ gestalteten Prozess dialogischer Qualitätsentwicklung einzutreten. Grundlage hierfür bildet der Qualitätsrahmen Frühe Hilfen. Bis zu 24 Kommunen können sich an dem Projekt beteiligen. Idealtypisch bilden 4 Kommunen ein Cluster. Im Mittelpunkt des Projekts stehen bis zu drei moderierte und fachlich begleitete Qualitätsentwicklungswerkstätten, die pro Cluster durchgeführt werden. In diesen wird der Qualitätsrahmen genutzt, um ein gemeinsames Qualitätsverständnis und Bausteine eines kommunalen Qualitätsentwicklungskonzepts zu erarbeiten. Das Projekt, die Projektarchitektur sowie zentrale Ziele des Vorhabens sollen im zweiten Teil des Workshops präsentiert werden. 3) Mithilfe von zwei bis drei Leitfragen zur „Qualitätsentwicklung Früher Hilfen“ sollen die vorgestellten Inhalte abschließend mit den Workshop-Teilnehmenden kritisch diskutiert werden.