Organisationen Sozialer Arbeit – Potenziale und Hemmnisse für die Professionalisierung Sozialer Arbeit

Datum u. Ort

07.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: C222

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Verena Klomann
- Dr. Simon Mohr
- Dipl.-Päd. Bettina Ritter

Über die Referent*innen:

− Prof.'in Dr. Verena Klomann (KatHO NRW, Aachen, Fachbereich Sozialwesen)
− Dr. Simon Mohr (FH Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen/Diakonische Stiftung Ummeln, Qualitätsmanagement)
− Bettina Ritter (Dipl. Päd.) (Uni Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 8 Soziale Arbeit)

Form

Workshop

Workshop 1,5-stündig

Thema

Planung – Steuerung – Kontrolle: Soziale Arbeit verwaltet

Schlagworte

Theorie-Praxis-Transfer | Professionalität | Organisation | Arbeitsbedingungen

Titel: Organisationen Sozialer Arbeit – Potenziale und Hemmnisse für die Professionalisierung Sozialer Arbeit. Soziale Arbeit ist in der modernen Gesellschaft ohne Organisationen nicht denkbar: Sie gelten als konstitutiv zur Erbringung sozialstaatlicher Funktionen und gewährleisten eine einzigartige Form der Erwartbarkeit von Hilfe. Trotz dieser konstitutiven Bedeutung werden sie nur selten in ihrer Eigendynamik und ihrem Verhältnis zur Leistungserbringung analysiert – gleichwohl werden Organisationsstrukturen und -kulturen tagtäglich in jeder Einrichtung gestaltet und praktiziert: im Personalmanagement, durch Maßnahmen der Qualitätsentwicklung, in Teamsitzungen, durch die Dokumentation der Arbeit usw. Dieser Workshop möchte diese „Lücke“ zwischen Analyse und Praxis bearbeiten und beschäftigt sich mit den organisationalen Einflussgrößen für die Professionalisierung Sozialer Arbeit. Neben theoretischen Perspektiven werden empirische Befunde aus Forschungsprojekten bei öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe herangezogen. Dabei wird ganz gezielt nach Organisationsmerkmalen gefragt, die professionelle Soziale Arbeit ermöglichen und gemeinsam mit den Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis Möglichkeiten der Organisationsgestaltung entwickelt und diskutiert. Der Workshop gliedert sich in drei Teile: Zunächst wird eher allgemein die Frage der „Organisationsbedingtheit“ Sozialer Arbeit besprochen und die Idee und Notwendigkeit einer organisationstheoretisch fundierten Professionsforschung in der Sozialen Arbeit skizziert. Diese Überlegungen werden entlang der Befunde aus mehreren (quantitativen) Organisationsforschungen bei freien und öffentlichen Trägern Sozialer Arbeit verdeutlicht. Dabei wird u.a. die kontrovers diskutierte Rolle betriebswirtschaftlichen Managements sowie von Organisationskultur als Kristallisationspunkt von Kollegialität und Fachlichkeit näher beleuchtet. Anschließend werden zusammen mit den Teilnehmenden des Workshops die theoretischen und empirischen Befunde auf ihren Nutzen für die Organisationsentwicklung in Einrichtungen Sozialer Arbeit hin diskutiert. Es soll sowohl das Potenzial von Organisationsanalysen für die Organisationsentwicklung ausgelotet sowie konkrete Möglichkeiten der Organisationsgestaltung als Professionalisierung Sozialer Arbeit entwickelt werden.