Die McDonaldisierung der Sozialen Arbeit?! Formalisierte Instrumente und Verfahren in der Kinder- und Jugendhilfe

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B240

Referent*innen

- Andreas Mairhofer

Über die Referent*innen:

− Andreas Mairhofer (Wiss. Referent am DJI, München)

Form

Vortrag, Diskussion

Einzelbeitrag 1,5-stündig (Vortrag mit Diskussion)

Thema

Planung – Steuerung – Kontrolle: Soziale Arbeit verwaltet

Schlagworte

Theorie-Praxis-Transfer | Kinder- und Jugendhilfe

G. Ritzer bezeichnet mit dem Begriff der "McDonaldisierung" die gesellschaftliche Tendenz einer zunehmenden Standardisierung und der Durchsetzung der Prinzipien Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit und Kontrolle. Auch in vielen Praxisfeldern der Sozialen Arbeit wurden zur Realisierung solcher Ziele standardisierte Instrumente (z.B. Diagnose- und Dokumentationsbögen) oder Prozessstandardisierungen (z.B. Case Management Verfahren) eingeführt. Welche „Bedeutung“ solche methodischen Modernisierungen für die Praxis der Sozialen Arbeit haben, wird anhand der Ergebnisse einer Studie zu Formalisierungsprozessen in Jugendämtern aufgezeigt und kritisch diskutiert. Im Zentrum des geplanten Vortrags stehen qualitative Befunde zu den Motiven der Einführung formalisierter Instrumente und Verfahren, den organisationalen Implementierungsdynamiken und den (vielfältigen) Nutzungsweisen der Basiskräfte.