Kinder- und Jugendhilfe

"Was ich gelernt hab, ist zu kämpfen." Aufwachsen in öffentlicher Erziehung und das Leben meistern. Ergebnisse aus der SOS-Längsschnittstudie

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E1

Referent*innen

- Dr. Veronika Salzburger
- Dr. Wolfgang Sierwald

Form

Workshop

Wie kommen Menschen im Leben klar, die Teile ihrer Kindheit und/oder Jugend in Angeboten der stationären Erziehungshilfe gelebt haben? Was lässt sie vorwärts gehen, Mut fassen, Ziele erreichen? Wer steht ihnen bei? Haben sie in der Zeit der öffentlichen Erziehung Grundlegendes gelernt, was ihnen auch in ihrem Erwachsenenleben Orientierung gibt? Wie gehen Sie mit Krisen und Herausforderungen um? Über das theoretische Konstrukt der Handlungsbefähigung beschreiben wir in der SOS-Längsschnittstudie Gelingensfaktoren für ein persönlich als gut empfundenes Leben nach der Fremdunterbringung. Die Studie bietet die Möglichkeit, Entwicklungen während der Betreuung ...

Einzelbeitragsforum zu Ökonomisierung und Standardisierung Sozialer Arbeit

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C2

Referent*innen

- Thea-Maria Caputo
- Dr. Sylvia Kühne
- Dr. Christina Schlepper

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Caputo. Bedeutung ökonomischer Rahmenbedingungen in der Professionalisierung psychosozialer Beratung. Befragung von Leiter*innen Sozialpsychiatrischer Dienste in Bayern und Hessen: Die Professionalisierung psychosozialer Beratung stellt im wissenschaftlichen Beratungsdiskurs ein zentrales Thema dar. Insbesondere die ökonomische Ausrichtung psychosozialer Beratung spielt dabei eine Rolle. Diese zeigt sich etwa in den Anforderungsprofilen von Beratungsstellen (z.B. Service- und Qualitätsanforderungen der Mitarbeiter*innen im Rahmen effizienter und effektiver Arbeitsmodelle). Beratungsstellen, die an die sozialpsychiatrische Versorgung ...

Was hat Soziale Arbeit bei der Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bewirkt?

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B239

Referent*innen

- Nicole Schulz
- Judit Kastner
- Volker Verhoff
- Kathrin Tennstedt

Form

Workshop

Der Workshop gibt einen Einblick und Rückblick auf die in 2011 errichteten Tätigkeiten der Bielefelder Clearinghäuser für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Dabei wird die Fragestellung der Wirkung von Sozialer Arbeit auf die Entwicklung der Jugendlichen erörtert, z.B. welche Elemente wurden in der Praxis als hilfreich erlebt oder stellten Barrieren dar? Eine geschlechtsspezifische Betrachtungsweise wird berücksichtigt.

"Dressur zur Mündigkeit"– Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C1

Referent*innen

- Timm Kunstreich

Form

Workshop

2019 wird die "National Coalition" der Bundesrepublik einen weiteren Bericht über die Umsetzung und Durchsetzung der Normen der UN-Kinderrechts-Konvention der Bundesregierung zur Beantwortung vorlegen. Der AKS Hamburg ist dabei, die Verletzung wichtiger Normen durch sogenannte Stufen- bzw. Phasen- Vollzüge in der Heimerziehung zu untersuchen und zu dokumentieren. Der Stand dieses Vorhabens soll präsentiert und diskutiert werden.

Keine Erziehung ohne Strafe? Disziplinierung und Kontrolle in der Heimerziehung

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E1

Referent*innen

- Ulrich Steckmann
- Prof.'in Dr. Zoe Clark
- Annika Gaßmöller
- Verena Lüer
- Moderation: Prof.'in Dr. Zoe Clark & Prof.'in Dr. Nina Oelkers

Form

Workshop, Diskussion

In den Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe werden die AdressatInnen mittels Freiheitsentzug, Freiheitseinschränkungen, temporärer sozialer Isolation, Arbeitsstunden oder dem Entzug von Kommunikations- und Informationsmedien sanktioniert, diszipliniert und kontrolliert. In dieser Arbeitsgruppe werden grundlegende Fragen der ethischen Legitimierbarkeit des Strafens diskutiert. Darauf aufbauend werden Forschungsergebnisse aus der Heimerziehung und der geschlossenen Unterbringung vorgestellt, die die Modi des Strafens sowie kontrollierende und disziplinierende Handlungsformen in sozialpädagogischen Einrichtungen analysieren.

Der polizeiliche Umgang mit stationären Wohngruppen der Heimerziehung

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B300

Referent*innen

- Prof. Dr. Norbert Pütter
- Mareike Rüggeberg
- Mitarbeiterin einer Hamburger Wohngruppe (anonym)
- Moderation und Veranstalter*innen: Zoe Clark und Fabian Fritz

Form

Workshop

Am 09.Mai 2018 kam es in Berlin-Lichtenhagen zu einem Polizeieinsatz in einer Wohngruppe mit geflüchteten jungen Menschen, bei dem laut Medienberichterstattungen sowie der Stellungnahme der Fachkräfte zwei unbeteiligte Jugendliche erheblich verletzt wurden. Dieser drastische Fall zeigt auf dramatische Weise den Bedarf an einer fachlichen und politischen Debatte über den Umgang zwischen der Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere der Heimerziehung) und der Polizei. Dieses Panel verfolgt das Anliegen, die Dringlichkeit dieser Auseinandersetzung sichtbar zu machen und zu der Debatte beizutragen, die in der Folge dieses Polizeieinsatzes im Entstehen ist.

„...natürlich an unseren letzten Zielen orientiert, wie das immer so ist“ Kontraktualisierung in der Hilfeplanpraxis

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B200

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Heike Greschke
- Dipl.-Päd. Birte Klingler
- Moderation: Dipl.-Päd. Nina Kläsener

Form

Workshop

Formen des Kontraktmanagements finden sich seit einigen Jahren vermehrt in pädagogischen Kontexten – so auch in der Hilfeplanung. Mit Versuchen, Hilfebedarfe in Ziele zu übersetzen und Hilfeplanung daran auszurichten, gehen verschiedene Versprechen einher: effektivere, präziser an den Bedarfen ausgerichtete Hilfen, Motivation der Adressat*innen, Legitimation und Kostenkontrolle… Für (sozial)pädagogisches Nachdenken ist die Frage, wie sich diese Anforderungen in die Praxis "umsetzen", wenigstens in zweierlei Hinsicht relevant: Bedeutsam ist nicht nur, inwiefern sich der Hilfeprozess anhand von Zielen und deren Überprüfung angemessen repräsentieren lässt ...

Wachstum als Herausforderung. Impulse aus dem Monitor Hilfen zur Erziehung 2018 für Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: C221

Referent*innen

- Sandra Fendrich
- Elena Kiepe
- Dr. Jens Pothmann
- Agathe Tabel

Form

Workshop

Die Hilfen zur Erziehung sind ein zentrales Unterstützungsinstrument im Leistungsspektrum der Kinder- und Jugendhilfe, mit denen mittlerweile mehr als 1 Mio. junge Menschen und deren Familien pro Jahr erreicht werden – Tendenz steigend. Die steigenden Fallzahlen gehen einher mit einem kontinuierlichen Zuwachs der finanziellen Aufwendungen auf zuletzt 10 Mrd. Euro im fiskalisch zweitgrößten Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe. In jedem einzelnen Fall sind die jeweiligen Hilfen eine Reaktion des Hilfesystems auf soziale Benachteiligungen bzw. individuelle Beeinträchtigungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen, die dazu führen, dass ...

Die McDonaldisierung der Sozialen Arbeit?! Formalisierte Instrumente und Verfahren in der Kinder- und Jugendhilfe

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B240

Referent*innen

- Andreas Mairhofer

Form

Vortrag, Diskussion

G. Ritzer bezeichnet mit dem Begriff der "McDonaldisierung" die gesellschaftliche Tendenz einer zunehmenden Standardisierung und der Durchsetzung der Prinzipien Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit und Kontrolle. Auch in vielen Praxisfeldern der Sozialen Arbeit wurden zur Realisierung solcher Ziele standardisierte Instrumente (z.B. Diagnose- und Dokumentationsbögen) oder Prozessstandardisierungen (z.B. Case Management Verfahren) eingeführt. Welche „Bedeutung“ solche methodischen Modernisierungen für die Praxis der Sozialen Arbeit haben, wird anhand der Ergebnisse einer Studie zu Formalisierungsprozessen in Jugendämtern aufgezeigt und kritisch ...

Fachpolitisch einmischen und gestalten – am Beispiel von Gesundheitsförderung und gesundheitsbezogener Prävention in der Kinder- und Jugendhilfe

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: C222

Referent*innen

- Prof. Dr. Albert Lenz
- Dr. Anna Lena Rademaker
 

Form

Workshop

Der Workshop zielt darauf ab, Empirie geleiteten Implikationen für die Gesundheitsförderung und Prävention, am Beispiel der Arbeit mit Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil (präventiver Kinderschutz) und der Jugendgesundheitsförderung, aufzugreifen und davon ausgehend konkrete Wege der fachpolitischen Einmischung für Wissenschaftler_innen, Forscher_innen und Praktiker_innen in der Sozialen Arbeit zu skizzieren. Anhand der Beispiele werden konkrete Möglichkeiten, Herausforderungen sowie Grenzen der Mitgestaltung politischer Entwicklungen vorgestellt sowie deren Notwendigkeit diskutiert. Die Referent_innen beziehen sich dabei insbesondere auf ...

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