Planung – Steuerung – Kontrolle: Soziale Arbeit verwaltet

Professionelle Einschätzungsprozesse im Kinderschutz zwischen Wunsch und Wirklichkeit?!

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E4

Referent*innen

- Prof.'in Verena Klomann
- Prof.'in Barbara Schermaier-Stöckl
- Julia Breuer-Nyhsen B.A.
- Alina Grün B.A.

Form

Workshop

Professionelle Einschätzungsprozesse im Kinderschutz sind seit der Einführung des § 8a SGB VIII im Jahr 2005 zentrales Thema in der Praxis der Sozialen Arbeit. Die Ausweitung und Konkretisierung des Schutzauftrages auf bzw. für weitere Akteur*innen durch das Bundeskinderschutzgesetz im Jahr 2012 hat den Bedarf der Qualitätsentwicklung in diesem Bereich mit sich gebracht. Obgleich die gesetzlichen Bestimmungen in diesem Kontext so differenziert sind wie in keinem anderen Bereich (vgl. Stock, Schermaier-Stöckl, Klomann & Vitr 2016), variiert die Gestaltung ebendieser Einschätzungsprozesse – sowohl bei den öffentlichen Trägern als auch bei den freien ...

Orientierung im Sozialraum. Woran? Für wen? Sozialraumorientierung zwischen lokalen Hilfestrukturen, Einzelfallhilfen und Kinderschutzauftrag. Empirische Einsichten aus NRW

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B243

Referent*innen

- Hannah Obert
- Prof. Dr. Fabian Kessl
- Sebastian Dirks
- Dr. Sandra Landhäußer
- Prof. Kay Biesel

Form

Vortrag, Diskussion

Das Programm der Sozialraumorientierung (SRO) verspricht die Vorbeugung sozialer Probleme und setzt dabei vor allem auf eine Re-Organisation sozialer Dienstleistungen und eine veränderte fachliche Haltung – nicht zuletzt mit dem Ziel, Kosten zu reduzieren. In dem Projekt „Innovation durch Kleinräumigkeit?“ wurde am Beispiel der öffentlichen Jugendhilfe in NRW untersucht, wie das Programm SRO tatsächlich gedacht wird: Welche Wissens- und Deutungsmuster liegen auf Leitungs- und Mitarbeiterebene vor? Deutlich wurde, dass die Verlagerung von Angebotsstrukturen in kleinräumige Einheiten, die Praxis eines interprofessionellen Netzwerkens und die Bearbeitung ...

Einzelbeitragsforum zu Ökonomisierung und Standardisierung Sozialer Arbeit

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B243

Referent*innen

- Thea-Maria Caputo
- Dr. Sylvia Kühne
- Dr. Christina Schlepper

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Caputo. Bedeutung ökonomischer Rahmenbedingungen in der Professionalisierung psychosozialer Beratung. Befragung von Leiter*innen Sozialpsychiatrischer Dienste in Bayern und Hessen: Die Professionalisierung psychosozialer Beratung stellt im wissenschaftlichen Beratungsdiskurs ein zentrales Thema dar. Insbesondere die ökonomische Ausrichtung psychosozialer Beratung spielt dabei eine Rolle. Diese zeigt sich etwa in den Anforderungsprofilen von Beratungsstellen (z.B. Service- und Qualitätsanforderungen der Mitarbeiter*innen im Rahmen effizienter und effektiver Arbeitsmodelle). Beratungsstellen, die an die sozialpsychiatrische Versorgung ...

Soziale Arbeit im Schatten des Sozialstaats. Von der De- und Re-Regulation des Sozialen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E4

Referent*innen

- Brigitte Aulenbacher
- Philipp Sandermann
- Holger Schoneville
- Moderation: Fabian Kessl, Marie Frühauf und Sarah Henn

Form

Workshop, Symposium

Der bundesdeutsche Sozialstaat hat in den vergangenen Dekaden, wie fast alle Wohlfahrtsregime weltweit, eine massive Veränderung erlebt. Im Lichte der wissenschaftlichen Reflexionen und der fachpolitischen Diskussionen dieses Umbaus des vormaligen Sozialstaats ist ein Phänomen allerdings bisher weitgehend unbeachtet geblieben: Im Schatten der etablierten Sicherungs-, Versorgungs- und Dienstleistungsstrukturen wurden nicht- oder de-institutionalisierte und de-professionalisierte Angebote in großer Zahl aufgebaut. Diese Angebote unterlaufen – erstens – formal weiterhin bestehende Leistungsrechte; verändern – zweitens – grundlegend die dortigen ...

Wie gelingt guter Kinderschutz? Perspektiven von Theorie und Praxis auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen in pädagogischen Settings und Hilfesystemen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 120

Raum: E3

Referent*innen

- Fabian Brückner
- Prof. Dr. Michael Böwer
- Stefan Heinitz
- Dr. Monika Weber

Form

Workshop

Schutz und Hilfe für einen gelingenderen Alltag – dies sind zwei Seiten Sozialer Arbeit, von der das Fach behauptet: das ist professioneller Kinderschutz. Doch wer näher mit Alltagspraxis in Jugendämtern und in den Hilfen zur Erziehung vor Ort vertraut ist, weiß: Oft gelingt das nicht. Fernab jeder Öffentlichkeit streiten Gerichte, Anwält_innen, leibliche und soziale Eltern ums Kindeswohl. Fachkräfte sind alltäglich vielfältig herausgefordert und nehmen, wie Studien zeigen, Kinder lieber ‚präventiv‘ in Obhut – groß ist die Sorge, Fehleinschätzungen zu treffen. Nicht selten wird übereilt gehandelt; die Perspektive der Kinder/Jugendlichen selbst ist kaum ...

Wachstum als Herausforderung. Impulse aus dem Monitor Hilfen zur Erziehung 2018 für Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C3

Referent*innen

- Sandra Fendrich
- Elena Kiepe
- Dr. Jens Pothmann
- Agathe Tabel

Form

Workshop

Die Hilfen zur Erziehung sind ein zentrales Unterstützungsinstrument im Leistungsspektrum der Kinder- und Jugendhilfe, mit denen mittlerweile mehr als 1 Mio. junge Menschen und deren Familien pro Jahr erreicht werden – Tendenz steigend. Die steigenden Fallzahlen gehen einher mit einem kontinuierlichen Zuwachs der finanziellen Aufwendungen auf zuletzt 10 Mrd. Euro im fiskalisch zweitgrößten Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe. In jedem einzelnen Fall sind die jeweiligen Hilfen eine Reaktion des Hilfesystems auf soziale Benachteiligungen bzw. individuelle Beeinträchtigungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen, die dazu führen, dass ...

Jugendhilfeinspektion in Hamburg: Befunde und Perspektiven

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B2

Referent*innen

- Prof. Kay Biesel
- Prof. Heinz Messmer
- Gabi Spieker
- Bernhard Crasmöller

Form

Workshop, Diskussion

Die Jugendhilfeinspektion in Hamburg ist ein Organ institutioneller Fachaufsicht, die seit 2012 in Hamburg dafür zuständig ist, die Recht- und Zweckmäßigkeit sozialpädagogischer Kinderschutzarbeit in den Allgemeinen Sozialen Diensten sicherzustellen und zu verbessern. Sie ist in der deutschen Kinder- und Jugendhilfelandschaft ein Novum und fachlich umstritten, weil sie in Reaktion auf eine Reihe problematisch verlaufener Kinderschutzfälle etabliert worden ist, jedoch von den betroffenen Fachkräften nur eingeschränkt anerkannt wird. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse einer von der Behörde für Soziales, Arbeit, Familie und Integration in Auftrag gegebenen ...

„...natürlich an unseren letzten Zielen orientiert, wie das immer so ist“ Kontraktualisierung in der Hilfeplanpraxis

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B245

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Heike Greschke
- Dipl.-Päd. Birte Klingler
- Moderation: Dipl.-Päd. Nina Kläsener

Form

Workshop

Formen des Kontraktmanagements finden sich seit einigen Jahren vermehrt in pädagogischen Kontexten – so auch in der Hilfeplanung. Mit Versuchen, Hilfebedarfe in Ziele zu übersetzen und Hilfeplanung daran auszurichten, gehen verschiedene Versprechen einher: effektivere, präziser an den Bedarfen ausgerichtete Hilfen, Motivation der Adressat*innen, Legitimation und Kostenkontrolle… Für (sozial)pädagogisches Nachdenken ist die Frage, wie sich diese Anforderungen in die Praxis "umsetzen", wenigstens in zweierlei Hinsicht relevant: Bedeutsam ist nicht nur, inwiefern sich der Hilfeprozess anhand von Zielen und deren Überprüfung angemessen repräsentieren lässt ...

Die McDonaldisierung der Sozialen Arbeit?! Formalisierte Instrumente und Verfahren in der Kinder- und Jugendhilfe

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B246

Referent*innen

- Andreas Mairhofer

Form

Vortrag, Diskussion

G. Ritzer bezeichnet mit dem Begriff der "McDonaldisierung" die gesellschaftliche Tendenz einer zunehmenden Standardisierung und der Durchsetzung der Prinzipien Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit und Kontrolle. Auch in vielen Praxisfeldern der Sozialen Arbeit wurden zur Realisierung solcher Ziele standardisierte Instrumente (z.B. Diagnose- und Dokumentationsbögen) oder Prozessstandardisierungen (z.B. Case Management Verfahren) eingeführt. Welche „Bedeutung“ solche methodischen Modernisierungen für die Praxis der Sozialen Arbeit haben, wird anhand der Ergebnisse einer Studie zu Formalisierungsprozessen in Jugendämtern aufgezeigt und kritisch ...

Zwischen Aktenberg und Kindeswohl (Arbeitsbelastung im ASD, Überlastung und Gegenwehr der Beschäftigten)

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: B3

Referent*innen

- Jutta Wilke-Peters
- Brigitte Strehl
- Peter Erlbeck

Form

Workshop

Seit Jahren klagen die Beschäftigten in den ASDs (KSDs bzw. RSDs) über hohe Arbeitsbelastungen und Fallzahlen, die eine sach- und fachgerechte Aufgabenwahrnehmung erschweren oder gar verhindern. Die weißen Fahnen sind längst gehisst. Arbeitgeberseitig werden zur Verbesserung jedoch nur unzureichende Schritte unternommen. Der Druck, auch strafrechtlich belangt zu werden, auf die Beschäftigten wächst. Ver.di hat eine Forderung formuliert, nach der im ASD eine Fallzahlbegrenzung auf 28 Fälle zu regeln ist. Wir wollen diese Forderung vorstellen und Handlungsstrategien diskutieren.

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