Politik

Gegen das Schwinden des Sozialen in der Sozialen Arbeit

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: B3

Referent*innen

- Sieglinde Friess
- Lea Degner
- Timm Kunstreich
- Marion Panitzsch-Wiebe
- Elke Alsago

Form

Workshop

Wird das Soziale als die Fähigkeit von Menschen verstanden, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam etwas zu schaffen, was ein Mensch alleine nie könnte (nach Hannah Arendt), dann erleben wir seit einiger Zeit den neoliberalen Versuch, diese Besonderheit menschlichen Zusammenlebens auf einen konkurrenz-basierten Individualismus zusammen zu „pressen“. In fast allen Medien und von der großen Mehrzahl der politisch Verantwortlichen wird dieser Trend so dargestellt, als ob es dazu keine Alternativen gäbe. Hierbei dominieren vier eng miteinander verwobene sozialpolitische Strategien: Vereinzelung, Ökonomisierung, Bürokratisierung und Ausschließung, die das ...

Sozialpädagogik und Schule? - Eine neue Dynamik durch den Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung?

Datum u. Ort

06.09.2018 - 15:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 54

Raum: B243

Referent*innen

- Elke Alsago
- Sieglinde Friess
- Manja Plehn
- Jürgen Günther

Form

Workshop

Mit der Erwartung von Chancengerechtigkeit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf war der Platzausbau der ganztägigen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den Kindertageseinrichtungen und Krippen verbunden. In vielen Kommunen und Gemeinden wurden auch Betreuungsplätze für Kinder über sechs Jahren ausgebaut – häufig in unterschiedli-chen Formen in den Schulen. Der Koalitionsvertrag (CDU/CSU/SPD) sieht vor, einen „Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter“ einzuführen und bis 2025 zu realisieren. Als Ausgestaltungsgrundlage soll das SGB VIII dienen. Gleichzeitig wird formuliert, die heute vorfindliche Vielfalt der Länder und ...

Einzelbeitragsforum zu Individualethik und Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession

Datum u. Ort

06.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B400

Referent*innen

- Dr. Tobias Nickel-Schampier
- Philipp Martaler B.A.
 

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Nickel-Schampier
„Plädoyer für einen individualethischen Ausgangspunkt Sozialer Arbeit“:
Die faktischen Gegenstände der Praxis Sozialer Arbeit und die der Disziplin scheinen zunehmend auseinanderzudriften. Während verschiedene prominente Theorieverständnisse eine sozialethisch konturierte Perspektive auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit einnehmen (Menschenrechtsprofession, capability-approach) und u.a. eine gerechtere Struktur von soz. Institutionen fordern, lässt sich die Praxis als zunehmend sozialstaatlich institutionalisierte Reaktion auf individualisierte Problemlagen charakterisieren. Der Vortrag geht der Frage nach ...

Einzelbeitragsforum zu demokratischer Orientierung in der Sozialen Arbeit sowie Partizipation als Beitrag zur Prävention sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Datum u. Ort

06.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B1

Referent*innen

- Dr. phil. Christa Paul
- Dr. phil. Patrick Oehler

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Paul. Partizipation als Beitrag zur Prävention sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend: Bei der Prävention von sexualisierter Gewalt gegenüber Mädchen und Jungen werden auch partizipative Ansätze verfolgt. Partizipation in der sozialen und pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll dazu beitragen, das Ausmaß sexualisierter Gewalt gegenüber Heranwachsenden zu verringern. Dabei wird angenommen, Partizipation habe diese Wirkung, weil Kinder und Jugendliche durch eine partizipative Haltung innerhalb von Einrichtungen erfahren, dass ihre Meinung bedeutsam ist und berücksichtigt wird. Als präventiv gilt auch ein besseres ...

Einzelbeitragsforum zu politischer Sozialer Arbeit

Datum u. Ort

07.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B2

Referent*innen

- Yvonne Wilke M.A.
- Dipl.-Soz.Päd./Soz.Arb. Jana Kavermann

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Wilke. Partizipation von Wohlfahrtsverbänden in politischen Entscheidungsprozessen zur Frauenarmut: Der Deutsche Caritasverband e.V. und der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband e.V. formulieren explizit den Anspruch der Interessenvertretung und der Mitgestaltung von politischen Entscheidungsprozessen, um soziale Gerechtigkeit für sog. schwache Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Im Zuge öffentlicher Armutsdebatten und sozialpolitischer Reformprozesse während der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages haben beide Verbände verstärkt auf das Armutsrisiko von Frauen hingewiesen und im Sinne der Sozialanwaltschaft auf politische ...