Professionalität

Zur Notwendigkeit von Machtsensibilität bei Sozialarbeiter*innen – Handlungspraktische Empfehlungen aus der Psychologie und der Pädagogik zur partizipativen Machtanwendung

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 120

Raum: E3

Referent*innen

- Dr. des. Melanie Misamer

Form

Vortrag

Machtsensibilität beschreibt eine konstitutive Empfindsamkeit gegenüber der Machtanwendung. Eine Voraussetzung zur Entwicklung von Machtsensibilität bei Sozialarbeiter*innen gegenüber ihren Klient*innen ist zum einen die Entwicklung eines Bewusstseins über Machtdynamiken. Wie über die Situationsspezifität eines Machtstatus oder über die divergierende Wahrnehmung von Machtausübung (je nach Blickwinkel, ob die machtanwendende Person betrachtet oder die Person auf die Macht angewendet wird, Witte, 2001; Dilthey & Drescher, 2006). Zum anderen ist ein Wissen über Machtmechanismen wichtig. Wie über dynamische Prozesse, die ablaufen. Gemeint sind mögliche ...

Pädagogische Professionalität gegen sexualisierte Gewalt – Perspektiven für Soziale Arbeit und Beratung

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B200

Referent*innen

- Katharina Kopp
- Gesa Bertels
- Michaela Quente
- Bernd Christmann

Form

Workshop

Welche Kompetenzen benötigen pädagogische Fachkräfte, um Kinder und Jugendliche gegen sexuelle Gewalt zu stärken, um die Anzeichen bzw. Folgen sexualisierter Gewalt zu erkennen und Hilfsangebote bereitstellen bzw. vermitteln zu können? Diese Kernfrage steht im Mittelpunkt von drei Forschungsprojekten, die in diesem Workshop ihre jeweiligen Perspektiven auf diese gemeinsame Ausgangsfrage fokussieren und gemeinsam entwickeln. Viele Meldungen auf Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung, die bei den Jugendämtern eingehen, erfolgen aus dem schulischen Raum. Schulsozialarbeiter*innen sind aufgrund ihrer Schnittstellenposition zwischen diesen beiden Systemen ...

Einzelbeitragsforum zum Verhältnis Soziale Arbeit und unbezahlte Care-Tätigkeiten

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B242

Referent*innen

- Yvonne Rubin
- Janine Kuhnt M.A.

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Rubin. Die Übernahme von sorgenden Tätigkeiten für eine älter werdende Bevölkerung als freiwilliges Engagement: Freiwilliges Engagement – und insbesondere dann, wenn es bei einem solchen Engagement um eine Gestaltung des Sozialen geht – ist immer auch verknüpft mit geschlechtsspezifischen Fragestellungen. So liegt die Vermutung nahe, dass durch die gegenwärtige politische Forderung nach mehr freiwilligem Engagement in der Versorgung der älter werdenden Bevölkerung mit sorgenden Tätigkeiten, insbesondere Frauen angesprochen werden, sich in einer solchen Art und Weise zu engagieren. Die Debatte über die Organisation von sorgenden ...

Berufs- und professionspolitische Positionierungen für die Zukunft Sozialer (Frauen-)Berufe

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C226

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Melanie Kubandt
- Prof.'in (i.R.) Dr.'in Maria-Eleonora Karsten

Form

Workshop

Im aktuellen tiefgreifenden Wandel aller sozialen Berufe und Professionen und ihrer unstreitigen zentralen Bedeutung für die Gestaltung aller Formen der zukünftigen Erwerbsarbeit, des Arbeitsmarktes, und der Lebens- wie auch Bildungsgrundlagen und gleichzeitig wesentlicher Wachstumsbereiche, wird an bereits langjährig argumentierte Positionen der Gleichberechtigung und Aufwertungsnotwendigkeiten sozialer Berufe als Frauenberufe historisch erinnert und für aktuelle Strategien pointiert.

Ausbildung als Beitrag einer professionellen Identitätsentwicklung bei Sozial Arbeitenden?

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 54

Raum: B245

Referent*innen

- Manuela Käppeli
- Dr. Katja Girschik
- Jeannine Hess
- Esther Bussmann

Form

Workshop, Diskussion

Die Soziale Arbeit in der Schweiz durchläuft seit den letzten 20 Jahren kontinuierliche Professionalisierungs- und Disziplinentwicklungsprozesse (Becker-Lenz, 2018). Sozial Arbeitende werden mit diesen Entwicklungen in unterschiedlichen Kontexten konfrontiert und stehen vor neuen Herausforderungen in der beruflichen Identitätsentwicklung (Thiersch, 2016). Auch an die Hochschulen für Soziale Arbeit stellen sich in diesem Kontext besondere Anforderungen. Ausgewählte Studien zeigen dabei, dass die Ausbildung einen geringen bis gar keinen Einfluss auf die professionelle Identitätsentwicklung nimmt (Ackermann & Seeck, 2000; Harmsen, 2004, Bourmer, 2009, ...

Einzelbeitragsforum zu Ökonomisierung und Standardisierung Sozialer Arbeit

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C2

Referent*innen

- Thea-Maria Caputo
- Dr. Sylvia Kühne
- Dr. Christina Schlepper

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Caputo. Bedeutung ökonomischer Rahmenbedingungen in der Professionalisierung psychosozialer Beratung. Befragung von Leiter*innen Sozialpsychiatrischer Dienste in Bayern und Hessen: Die Professionalisierung psychosozialer Beratung stellt im wissenschaftlichen Beratungsdiskurs ein zentrales Thema dar. Insbesondere die ökonomische Ausrichtung psychosozialer Beratung spielt dabei eine Rolle. Diese zeigt sich etwa in den Anforderungsprofilen von Beratungsstellen (z.B. Service- und Qualitätsanforderungen der Mitarbeiter*innen im Rahmen effizienter und effektiver Arbeitsmodelle). Beratungsstellen, die an die sozialpsychiatrische Versorgung ...

Schulsozialarbeit - Performanz und Verortung - widersprüchlich oder wertvoll aufeinander abgestimmt?

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 120

Raum: E3

Referent*innen

- Prof. Dr. Florian Baier
- Prof.'in Dr. Anja Reinecke-Terner

Form

Workshop

Die Anforderungen an eine wertvolle Fachlichkeit der Schulsozialarbeit sind hoch. So beschreibt Florian Baier einen "Schulsozialarbeitshabitus", dessen Strukturmaxime und Handlungsprinzipien u.a. auf Freiwilligkeit und Partizipation beruht. Diese Performanz findet sich jedoch wenig in einer Schulsozialarbeit wider, die Reinecke-Terner als "Herstellung einer Zwischenbühne" beschreibt. Hier wird deutlich, wie sich ihre Professionalität im Schullalltag vor allem auf ein Handeln im "Zwischen" bezieht, welches zwischen Vorderbühne (Unterricht) und Hinterbühne (Lebensweltliche Bedürfnisse) verortet ist und einen neuen "Raum", eine Bühne erschafft, die kaum ...

Wie gelingt guter Kinderschutz? Perspektiven von Theorie und Praxis auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen in pädagogischen Settings und Hilfesystemen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E4

Referent*innen

- Fabian Brückner
- Prof. Dr. Michael Böwer
- Stefan Heinitz
- Dr. Monika Weber

Form

Workshop

Schutz und Hilfe für einen gelingenderen Alltag – dies sind zwei Seiten Sozialer Arbeit, von der das Fach behauptet: das ist professioneller Kinderschutz. Doch wer näher mit Alltagspraxis in Jugendämtern und in den Hilfen zur Erziehung vor Ort vertraut ist, weiß: Oft gelingt das nicht. Fernab jeder Öffentlichkeit streiten Gerichte, Anwält_innen, leibliche und soziale Eltern ums Kindeswohl. Fachkräfte sind alltäglich vielfältig herausgefordert und nehmen, wie Studien zeigen, Kinder lieber ‚präventiv‘ in Obhut – groß ist die Sorge, Fehleinschätzungen zu treffen. Nicht selten wird übereilt gehandelt; die Perspektive der Kinder/Jugendlichen selbst ist kaum ...

Selbstverständnis, Fachlichkeit und Kooperationen professioneller Akteur*innen in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: D2

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Melanie Kubandt
- Prof. Dr. Nikolaus Meyer
- Prof. Dr. Thorsten Bührmann
- Prof.'in Dr. Julia Schütz
- Nora Berner M.A.
- Dipl.-Päd./Soz.Päd. Ulrike Schmidt
- Prof.'in (i.R.) Dr.'in Maria-Eleonora Karsten

Form

Workshop

Im Workshop werden zu den drei Kernbegriffen des Themenblocks jeweils empirische Ergebnisse aus eigenen Projekten, bezogen auf unterschiedliche Tätigkeitsfelder vorgestellt und anschließend bezogen auf das übergeordnete Kongressthema mit den Teilnehmenden zusammen gedeutet und interpretiert. Die Vorträge finden in Tandems statt, in denen immer auch ein*e Nachwuchswissenschaftler*in eingebunden ist. Die geplante Arbeitsgruppe „Selbstverständnis, Fachlichkeit und Kooperationen professioneller Akteur*innen in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen“ widmet sich den Themen Selbstverständnis, Fachlichkeit und Kooperationen von Professionellen im Feld der ...

Zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmungen Sozialer Arbeit - Ein Annährungsversuch anhand empirischer Beispiele

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B238

Referent*innen

- Sophie Phries Künstler
- Deborah Nägler
- Nils Klevermann

Form

Workshop, Diskussion

Wie bereits die Ankündigung des Bundeskongresses herausstellt, gibt es auf die Frage, was genau Ziel und Wert Sozialer Arbeit sind, keine zeit- und kontextunabhängigen, generalisierbaren Antworten. Vielmehr muss in der Praxis immer wieder verhandelt werden, was Soziale Arbeit eigentlich soll, worauf sie zielt und was sie im konkreten Fall sein kann. Dies geschieht aus unterschiedlichen Perspektiven und auf unterschiedlichen Ebenen. Ziel und Wert Sozialer Arbeit bestimmen sich in der offenen Kinder- und Jugendarbeit anders als in sog. Migrant*innenorganisationen oder in Maßnahmen zur Aktivierung in den Arbeitsmarkt. So lassen sich einerseits verschiedene ...

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