Solidarität – Gerechtigkeit – Emanzipation: Soziale Arbeit mischt sich ein

Flucht  und  Einwanderung oder " to have a better life"- wie beeinflussen Rechtsnormen Migrationsprozesse?

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: B2

Referent*innen

- Prof. Dr. jur. Holger Hoffmann

Form

Workshop

Das "gemeinsame Europäische Asylsystem" ebenso wie das Einwanderungsrecht der EU-Staaten stehen unter hohem "Migrationsdruck". Am Beispiel Deutschlands und evt. einiger ausgewählter anderer EU-Rechtssysteme soll erörtert werden, ob und wenn ja, wie rechtliche Vorgaben Migration beeinflussen können.

Gegen das Schwinden des Sozialen in der Sozialen Arbeit

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: E3

Referent*innen

- Sieglinde Friess
- Lea Degner
- Timm Kunstreich
- Marion Panitzsch-Wiebe
- Elke Alsago

Form

Workshop

Wird das Soziale als die Fähigkeit von Menschen verstanden, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam etwas zu schaffen, was ein Mensch alleine nie könnte (nach Hannah Arendt), dann erleben wir seit einiger Zeit den neoliberalen Versuch, diese Besonderheit menschlichen Zusammenlebens auf einen konkurrenz-basierten Individualismus zusammen zu „pressen“. In fast allen Medien und von der großen Mehrzahl der politisch Verantwortlichen wird dieser Trend so dargestellt, als ob es dazu keine Alternativen gäbe. Hierbei dominieren vier eng miteinander verwobene sozialpolitische Strategien: Vereinzelung, Ökonomisierung, Bürokratisierung und Ausschließung, die das ...

Zur Notwendigkeit von Machtsensibilität bei Sozialarbeiter*innen – Handlungspraktische Empfehlungen aus der Psychologie und der Pädagogik zur partizipativen Machtanwendung

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: E2

Referent*innen

- Dr. des. Melanie Misamer

Form

Vortrag

Machtsensibilität beschreibt eine konstitutive Empfindsamkeit gegenüber der Machtanwendung. Eine Voraussetzung zur Entwicklung von Machtsensibilität bei Sozialarbeiter*innen gegenüber ihren Klient*innen ist zum einen die Entwicklung eines Bewusstseins über Machtdynamiken. Wie über die Situationsspezifität eines Machtstatus oder über die divergierende Wahrnehmung von Machtausübung (je nach Blickwinkel, ob die machtanwendende Person betrachtet oder die Person auf die Macht angewendet wird, Witte, 2001; Dilthey & Drescher, 2006). Zum anderen ist ein Wissen über Machtmechanismen wichtig. Wie über dynamische Prozesse, die ablaufen. Gemeint sind mögliche ...

Geschlechtersensibles Verstehen und Handeln in der Sozialen Arbeit? Eine „Luxusfrage“ oder grundlegender Teil der professionellen Haltung?

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B300

Referent*innen

- Miriam Bredemann

Form

Workshop

Aufgabe und Ziel des Workshops sind die evtl. zu erneuernde und weiterführende Sensibilisierung für ein geschlechtersensibles Verstehen in der Sozialen Arbeit. Primär liegt der fachliche Fokus auf der sozialen Konstruktion von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen. Die Erkenntnis des doing gender und der Einschreibung von (geschlechtsspezifischen) Herrschafts- und Machtverhältnissen in den Körper als Träger des Habitus (Bourdieu) bildet die Grundlage für Genderkompetenz, die über den Wissensaspekt hinausgehend zugleich einen Erfahrungsaspekt impliziert. Im Weiteren sind die Erörterung der unterschiedlichen Konsummuster und Abhängigkeitsentwicklungen ...

Partizipation als Arbeit am Sozialen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: E2

Referent*innen

- Dr. Sandra Küchler

Form

Workshop

In diesem Workshop möchte ich meine Dissertation zur Diskussion stellen, in der ich 'Praktiken der Partizipation' erarbeitet habe. Das Besondere dieser Arbeit ist, dass ich nicht nur über Partizipation geforscht habe, sondern selbst den Anspruch hatte partizipativ zu forschen. Aus dem empirischen Material wurde ein Instrumentarium entwickelt, das das 'Minoritär Werden', den 'Bruch', den 'Verrat' und 'die Schöpfung' eines partizipativen Prozesses handlungsorientierend beschreibt, aus dem heraus 'Neues' verstanden als 'gemeinsames Drittes' entsteht. Was genau in den wenigen Momenten passiert, in denen Partizipation als 'Gemeinsames' gelingt und wie diese ...

Keine Erziehung ohne Strafe? Disziplinierung und Kontrolle in der Heimerziehung

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E1

Referent*innen

- Ulrich Steckmann
- Prof.'in Dr. Zoe Clark
- Annika Gaßmöller
- Verena Lüer
- Moderation: Prof.'in Dr. Zoe Clark & Prof.'in Dr. Nina Oelkers

Form

Workshop, Diskussion

In den Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe werden die AdressatInnen mittels Freiheitsentzug, Freiheitseinschränkungen, temporärer sozialer Isolation, Arbeitsstunden oder dem Entzug von Kommunikations- und Informationsmedien sanktioniert, diszipliniert und kontrolliert. In dieser Arbeitsgruppe werden grundlegende Fragen der ethischen Legitimierbarkeit des Strafens diskutiert. Darauf aufbauend werden Forschungsergebnisse aus der Heimerziehung und der geschlossenen Unterbringung vorgestellt, die die Modi des Strafens sowie kontrollierende und disziplinierende Handlungsformen in sozialpädagogischen Einrichtungen analysieren.

Einzelbeitragsforum Soziale Arbeit in der Praxis

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B200

Referent*innen

- Daniela Molnar
- Prof. Dr. Martin Klein

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Molnar
Der ‚Wert‘ der niedrigschwelligen Drogenhilfe und ihrer Mitarbeiter*innen:

Das Arbeitsfeld der niedrigschwelligen Drogenhilfe gilt als komplex und anforderungsintensiv. Die Manifestation gesellschaftlicher Vorstellungen des ‚richtigen/ falschen‘ Lebens in rechtlichen Vorgaben, der Normalisierungsauftrag, eingebettet in asymmetrische Verhältnisse, u.a.m. führen zu einer Arbeitssituation, die vielfach von Konflikten und Spannungsfeldern dominiert ist, für welche nicht in ausreichendem Maß Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Dies ist jedoch kein Spezifikum niedrigschwelliger Drogenhilfe: Die je ...

Partizipation in der Heimerziehung - das Modell der Gerechten Gemeinschaften

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B239

Referent*innen

- Dr. phil. Remi Stork

Form

Workshop

Demokratische Partizipation braucht qualifizierte methodische Rahmungen. Im Workshop wird das Modell der "Gerechten Gemeinschaften" vorgestellt, das auf den Moralpsychologen Lawrence Kohlberg zurückgeht. Für die Gestaltung von Gruppengesprächen in der Heimerziehung wurde es modifiziert und wird mittlerweile in ca. 10 Jugendhilfeeinrichtungen eingesetzt. Im Workshop wird das Modell vorgestellt und von den Erfahrungen berichtet.

Die Berufsethik im Berufsalltag – Forschung und Praxis

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C1

Referent*innen

- Prof. Dr. Frank Como-Zipfel
- FH-Prof.'in Iris Kohlfürst
- Prof. Dr. Dieter Kulke

Form

Workshop, Vortrag, Diskussion

Soziale Arbeit ist eng mit Ethik, Moral und den Menschenrechten verbunden: Moralische Werte wie Hilfestellung, Förderung von Autonomie und Selbstständigkeit ihrer Klientel, Soziale Gerechtigkeit und Solidarität sind nicht nur der Grund, warum es Soziale Arbeit überhaupt gibt, sie bilden auch mit das Fundament der Berufsethik. Es ist unbestritten, dass die Berufsethik – im Zuge des Professionalisierungsprozesses der Sozialen Arbeit auch in den jeweiligen Richtlinien und Kodizes der nationalen und internationalen Berufsverbände niedergeschrieben – im Berufsalltag eine wesentliche Rolle spielt. Allerdings scheint es oft schwierig, sich in der Praxis ...

Fanprojektarbeit im Spannungsfeld von Fanpartizipation und medialen Diskursen

Datum u. Ort

06.09.2018 - 15:15 bis 16:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C3

Referent*innen

– Dipl.-Päd. Ricarda Bolten
– Fabian Fritz M.A.
– Julia Zeyn M.A.
– Jörg Hansmeier

Nicht–institutionalisierte Partizipationsformen, wie Proteste und widerständige Praktiken, sind Bestandteil der sozialen Welt von aktiven Fußballfans und werden öffentlich wahrgenommen und dargestellt. Fehlende Mitbestimmungsmöglichkeiten und Top–Down–Dialogprozesse werden von Fans kritisch betrachtet und eigene Initiativen gegründet, die solidarisch über Rivalitäten hinaus politisch wirksam sein wollen. Sozialpädagogische Fanprojekte sollen mithilfe der verbindenden Wirkung des Fußballs und aufgrund ihres pädagogischen und gesellschaftspolitischen Auftrags Selbstorganisation unterstützen. Seit Beginn der 80er Jahre leisten sie aufsuchende ...

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