Theorie-Praxis-Transfer

Digitalisierung der Sozialen Arbeit – praktische, ethische und rechtliche Herausforderungen

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C3

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Nadia Kutscher
- Dr. Klaus Graf
- Christian Müller

Form

Workshop

In vielen verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit findet eine zunehmende Digitalisierung statt – Alltagsmedien wie soziale Netzwerke und Apps werden genutzt, um mit Adressat*innen in Kontakt zu sein oder Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, Fachsoftware wird eingesetzt, um Fälle zu dokumentieren oder Gefährdungseinschätzungen vorzunehmen. In diesem Zusammenhang begeben sich viele Träger auf den Weg und versuchen, gute fachliche Arbeit mit innovativen digitalen Formen der Sozialen Arbeit zu verbinden. Dabei stellen sich viele Fragen, die sowohl die genutzten Dienste (können wir WhatsApp nutzen?) als auch die Handlungsspielräume der Fachkräfte betreffen ...

Professionelle Einschätzungsprozesse im Kinderschutz zwischen Wunsch und Wirklichkeit?!

Datum u. Ort

05.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E4

Referent*innen

- Prof.'in Verena Klomann
- Prof.'in Barbara Schermaier-Stöckl
- Julia Breuer-Nyhsen B.A.
- Alina Grün B.A.

Form

Workshop

Professionelle Einschätzungsprozesse im Kinderschutz sind seit der Einführung des § 8a SGB VIII im Jahr 2005 zentrales Thema in der Praxis der Sozialen Arbeit. Die Ausweitung und Konkretisierung des Schutzauftrages auf bzw. für weitere Akteur*innen durch das Bundeskinderschutzgesetz im Jahr 2012 hat den Bedarf der Qualitätsentwicklung in diesem Bereich mit sich gebracht. Obgleich die gesetzlichen Bestimmungen in diesem Kontext so differenziert sind wie in keinem anderen Bereich (vgl. Stock, Schermaier-Stöckl, Klomann & Vitr 2016), variiert die Gestaltung ebendieser Einschätzungsprozesse – sowohl bei den öffentlichen Trägern als auch bei den freien ...

Die Praxis der Gefährdungseinschätzung in der Kinder- und Jugendhilfe – Handlungsleitende Orientierungen von Fachkräften

Datum u. Ort

06.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 54

Raum: B245

Referent*innen

- Heike Fiebig M.A.

Form

Workshop

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe nehmen Einschätzungen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vor (§ 8a SGB VIII). Das Verfahren und die Aufgaben sind zwar gesetzlich festgeschrieben, jedoch kann – bezogen auf die konkrete Ausgestaltung von Gefährdungseinschätzungen – auf keine verbindlichen Standards hinsichtlich des Prozesses der Erkenntnisbildung, Bewertung, Einschätzung und Prognose zurückgegriffen werden. Eine empirische Auseinandersetzung mit Fallbesprechungen in zwei Erziehungsberatungsstellen ermöglicht einen Einblick in die Praxis der Gefährdungseinschätzung, indem sich den handlungsleitenden Orientierungen zugewendet wird.

Einzelbeitragsforum Wissensproduktion in Wissenschaft und Praxis Sozialer Arbeit

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B242

Referent*innen

- Yvonne Rubin
- Dr. Stefan Eberitzsch

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Rubin: Wissensproduktion in der Sozialen Arbeit durch partizipative Forschung: Am Beispiel des Forschungsprojektes ‚BUSLAR – Bürgerhilfevereine und Sozialgenossenschaften als Partner der öffentlichen Daseinsvorsorge und Pflege‘ wird partizipative Forschung sowohl als Form zur Wissensproduktion als auch als Zugangsmöglichkeit zu Bedürfnissen von Adressat*innen skizziert: Im Rahmen des partizipativ angelegten Forschungsprojektes wurden Bedürfnisse von Bewohnenden in ländlichen Regionen rekonstruiert. Innerhalb sog. Zukunftscafés (einer an den Phasen einer Zukunftswerkstatt orientierten Gruppendiskussion) wurden für die Bewohner*innen ...

Die McDonaldisierung der Sozialen Arbeit?! Formalisierte Instrumente und Verfahren in der Kinder- und Jugendhilfe

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B240

Referent*innen

- Andreas Mairhofer

Form

Vortrag, Diskussion

G. Ritzer bezeichnet mit dem Begriff der "McDonaldisierung" die gesellschaftliche Tendenz einer zunehmenden Standardisierung und der Durchsetzung der Prinzipien Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit und Kontrolle. Auch in vielen Praxisfeldern der Sozialen Arbeit wurden zur Realisierung solcher Ziele standardisierte Instrumente (z.B. Diagnose- und Dokumentationsbögen) oder Prozessstandardisierungen (z.B. Case Management Verfahren) eingeführt. Welche „Bedeutung“ solche methodischen Modernisierungen für die Praxis der Sozialen Arbeit haben, wird anhand der Ergebnisse einer Studie zu Formalisierungsprozessen in Jugendämtern aufgezeigt und kritisch ...

Soziale Arbeit - Eine Menschenrechtsprofession?

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 90

Raum: E1

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Juliane Sagebiel
- Michael Domes

Form

Workshop

Soziale Arbeit agiert im machtvollen und widersprüchlichen Spannungsfeld zwischen der Logik der Auftraggeber, den Bedürfnissen der Klientel und dem Ethik Codex der Profession. Wie gelingen oder misslingen diese Machtbalancen zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Praxis? Kann die Hochschule einen Beitrag leisten, diese Widersprüche verantwortungsvoll und professionell auszutarieren – in der Ausbildung und in der Weiterbildung? Welche Rolle spielen die Menschenrechte und Machtverhältnisse im Kontext institutionalisierter Regeln (implizite wie explizite Rechte und Pflichten) in der konkreten Praxis? Warum erweist es sich als schwierig, die Orientierung ...

„...natürlich an unseren letzten Zielen orientiert, wie das immer so ist“ Kontraktualisierung in der Hilfeplanpraxis

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B200

Referent*innen

- Prof.'in Dr. Heike Greschke
- Dipl.-Päd. Birte Klingler
- Moderation: Dipl.-Päd. Nina Kläsener

Form

Workshop

Formen des Kontraktmanagements finden sich seit einigen Jahren vermehrt in pädagogischen Kontexten – so auch in der Hilfeplanung. Mit Versuchen, Hilfebedarfe in Ziele zu übersetzen und Hilfeplanung daran auszurichten, gehen verschiedene Versprechen einher: effektivere, präziser an den Bedarfen ausgerichtete Hilfen, Motivation der Adressat*innen, Legitimation und Kostenkontrolle… Für (sozial)pädagogisches Nachdenken ist die Frage, wie sich diese Anforderungen in die Praxis "umsetzen", wenigstens in zweierlei Hinsicht relevant: Bedeutsam ist nicht nur, inwiefern sich der Hilfeprozess anhand von Zielen und deren Überprüfung angemessen repräsentieren lässt ...

Professionalität Sozialer Arbeit und das Spannungsverhältnis von Solidarität und Kritik

Datum u. Ort

06.09.2018 - 11:15 bis 12:45

max. Teilnehmer*innen: 60

Raum: C3

Referent*innen

- Prof. Michael May
- Prof. Arne Schäfer
- Marcel Schmidt

Form

Workshop

Das Konzept einer solidarischen Professionalität hat im Kontext Kritischer Sozialer Arbeit einen hohen Stellenwert. Dennoch können in Bezug auf bestimmte Gruppen von Adressat*innen oder in spezifischen Konstellationen der professionellen Praxis Solidarität und Kritik in Spannung zueinander geraten. Solche Konstellationen sollen im Workshop an konkretem Fallmaterial näher untersucht werden. Dabei stellen die drei Referenten jeweils spezifische Interpretationen und Handlungsoptionen vor, die dann methodisch in Form eines Fishbowls diskutiert werden.

Einzelbeitragsforum zu Individualethik und Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession

Datum u. Ort

06.09.2018 - 17:15 bis 18:45

max. Teilnehmer*innen: 36

Raum: B400

Referent*innen

- Dr. Tobias Nickel-Schampier
- Philipp Martaler B.A.
 

Form

Einzelbeitragsforum

1. Einzelbeitrag - Nickel-Schampier
„Plädoyer für einen individualethischen Ausgangspunkt Sozialer Arbeit“:
Die faktischen Gegenstände der Praxis Sozialer Arbeit und die der Disziplin scheinen zunehmend auseinanderzudriften. Während verschiedene prominente Theorieverständnisse eine sozialethisch konturierte Perspektive auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit einnehmen (Menschenrechtsprofession, capability-approach) und u.a. eine gerechtere Struktur von soz. Institutionen fordern, lässt sich die Praxis als zunehmend sozialstaatlich institutionalisierte Reaktion auf individualisierte Problemlagen charakterisieren. Der Vortrag geht der Frage nach ...

Soziale Arbeit im multiprofessionellen Lernen - Perspektivabgleich mit anderen Professionen

Datum u. Ort

07.09.2018 - 09:15 bis 10:45

max. Teilnehmer*innen: 20

Raum: B244

Referent*innen

- Dr. phil. Daniela Schmitz

Form

Workshop

Am Beispiel der Einführungswoche des Masterstudiengangs multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen wird aufgezeigt, wie der Abgleich der professionsbezogenen Perspektiven am Beispiel der Experten-Laien-Kommunikation durchgeführt werden kann. Im didaktischen Konzept des Studiengangs wird neben Service Learning und Blended Learning vor allem die Lehr-/Lernform des multiprofessionellen Lernen umgesetzt, die durch das Herstellen einer gemeinsamen Wissensbasis, Perspektivabgleich und Perspektivwechsel charakterisiert ist. Im Studiengang sind auch Lernende der Sozialen Arbeit vertreten.

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